Archiv für die Kategorie 'Texte'

Jun 21 2011

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Berliner Polizei greift Demonstration an

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Die Berliner Polizei hat nach dem Ende einer angemeldeten Kundgebung um kurz nach 19 Uhr, eine Demonstration von Angehörigen und FreundInnen des ermordeten Slieman Hamade angegriffen.Slieman Hamade wurde am 28. Februar 2010 in Schöneberg von der Polizei mittels Pfefferspray ermordet.
Vor wenigen Tagen hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen die Beamten eingestellt.
Dagegen richtete sich heute eine Kundgebung an der Kreuzung Pallas-/ Potsdamer Strasse.
Als die Kundgebung um 19:15 beendet wurde, formierte sich eine Spontandemonstration von ca. 100 Menschen, die auf der Potsdamer Strasse Richtung Polizeiabschnitt 42 zog. 

Nach einigen hundert Metern fuhren drei Wannen der 11. Hundertschaft fast seitlich in die Menge hinein, die Besatzungen stürzten sich unter Faustschlägen und Tritten auf die TeilnehmerInnen der Demo, darunter auch die Eltern und Geschwister des Ermordeten.
Mindestens eine Person wurde festgenommen.
Siehe
Fotos der Sponti und Polizeieinsatz

Ziel der Sponti war der Abschnitt 42 von dem die Beamten zu ihrem mörderischen Einsatz gestartet waren. Dort wollte die Familie ein Foto von Slieman und Blumen ablegen um der Polizei klarzumachen, dass der Fall unabhängig von der Entscheidung der Staatsanwaltschaft, nicht vergessen wird.
Nach einigem Gerangel zog die Menge auf dem Gehweg zum Abschnitt weiter, wo ein Bild von Slieman vor der Wache abgestellt wurde und FreundInnen und Familie Blumen niedrlegten.

 

Artikel in der TAZ zum Einsatz von Pfefferspray:
http://www.taz.de/1/berlin/artikel/1/gruene-wollen-keinen-pfeffer/

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Feb 20 2011

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Berlin: 5. März: Demo gegen Polizeigewalt

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„Wir haben seine Schreie gehört. Plötzlich war es still.“

Sliman Hamade wurde am 28.2.2010 im Treppenhaus seines Wohnhauses in Schöneberg von Berliner Polizisten ermordet. Kurz zuvor gab es in der Familie Streit, die Musik der Nachbarn war zu laut, ein Kind kann nicht einschlafen. Sliman ist wütend und seine Eltern rufen die Polizei, damit diese die Situation beruhigt. Aber es kommt anders: Die Polizisten zerren Sliman aus der Wohnung, schlagen ihn mit Tonfas zusammen, werfen ihn eine Treppe hinunter, fesseln ihn und sprühen ihm dann Pfefferspray direkt in die Atemwege. Sliman fällt ins Koma und verstirbt kurz darauf an massiven inneren Blutungen. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen die Polizei bereits eingestellt. Doch die Angehörigen und Freunde von Sliman wollen sich damit nicht zufrieden geben und fordern jetzt eine Aufklärung der Todesumstände und ein Ende der rassistischen Polizeigewalt.

Ein Text der Verlobten von Silman könnt ihr hier lesen.

No Justice – No Peace! Kein Friede mit dem deutschen Polizeistaat!
DEMO | 5.März | 17 Uhr | U-BHF Bülowstrasse

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Sep 10 2010

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Tödlicher Einsatz von Pfefferspray

Nicht nur Slieman Hamade starb durch einen Pfefferspray-Einsatz deutscher Polizisten. Der Landtag von Nord Rhein Westfalen hat nun auf eine Kleine Anfrage geantwortet und gibt Auskunft über die tödlichen Einsätze von Pfefferspray.

„Am 23. Juni 2010 kam ein 32jährige türkischstämmiger Deutscher in Dortmund nach einem Polizeieinsatz, bei dem die Beamten Pfefferspray einsetzten, zu Tode (Vgl.: Westfälische Rundschau Dortmund vom 24.06.2010) Wie Der Spiegel berichtete, kam es auch in der Vergangenheit infolge von Pfeffersprayeinsätzen durch Polizeibeamte zu vergleichbaren Todesfällen (Vgl.: Der Spiegel, 26.12.2009). So sollen allein in Deutschland
in der zweiten Jahreshälfte 2009 mindestens drei Menschen an den Folgen der Einsätze verstorben sein.“

(Aus der kleine nAnfrage an den Landtag von Nord Rhein Westfalen)

Die Kleine Anfrage kann hier gelesen werden: >>>>

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Sep 07 2010

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Über den Tod von Slieman Hamade

Anfang März diesen Jahres starb der 32 Jährige Slieman Hamade in Schöneberg bei einem Polizeieinsatz. Nur wenig wurde über den Fall bekannt. Außer ein paar Presseartikeln ( Morgenpost | TagesspiegelBerlin aktuell ) war von dem Fall auch im Nachhiennein nicht viel zu hören.

Die Verlobte von Slieman hat uns einen Text gegeben in dem sie ihre Erinnerungen, Gedanken und Gefühle zu dem Tod von Slieman schildert. Ähnlich wie Dennis starb Slieman durch die Hände von Berliner Polizisten. An dieser Stelle möchten wir uns für den Text bedanken und den Menschen die Slieman nahe standen unser Beileid aus.

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Jul 09 2010

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Veranstaltung „Tödliche Polizeigewalt“

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Veröffentlicht am: 9. Juli 2010, Indymedia

Geschehen am: 5. Juli 2010, Festsaal Kreuzberg

Am Abend des 05.07.2010 fand im Festsaal Kreuzberg in Berlin eine Veranstaltung mit dem Titel „Tödliche Polizeigewalt – Niemand ist vergessen“ statt. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Soligruppe „No Justice – No Peace“, der Antifaschistischen Linken Berlin ::[ALB]::, sowie der Familie des in der Silvesternacht 2008/09 von Bullen ermordeten Dennis J.

Als ReferentInnen waren neben dem Schwager von Dennis auch ein Vertreter der Oury Jalloh Soligruppe und von KOP „Kampagne für die Opfer rassistischer Polizeigewalt“ geladen.

Dass Reinhardt Rother, Fahndungsspezialist der Berliner Polizei, erst zwei Tage zuvor mit einer Bewährungsstrafe für den Mord an Dennis J. davon gekommen war, verlieh der Veranstaltung eine besondere Brisanz. Nur so ist zu erklären, dass die Veranstaltung von Provokationen der Staatsgewalt begleitet und letztlich von einer halben Einsatzhundertschaft gestürmt wurde.

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